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Netzsicherheitsmanagement

Drei Mitarbeiter stehen in einem Gang mit technischen Anlagen auf beiden Seiten - Froschperspektive

Wir sichern den Netzbetrieb.

Der Ausbau regenerativer Einspeisungen nimmt seit einigen Jahren stark zu. Inzwischen wird in Spitzenzeiten wesentlich mehr Strom in die örtlichen Verteilernetze eingespeist als dort verbraucht werden kann. Deshalb müssen bestehende sowie alle neuen an unser Netz angeschlossenen Einspeiseanlagen mit Einrichtungen zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung ausgerüstet sein. Damit wird sichergestellt, dass Gefährdungen von Personen, Beschädigung von Netzanlagen und großflächige Versorgungsausfälle ausgeschlossen werden.

Gesteuert werden alle Einspeiseanlagen (auch nichtprivilegierte und KWK-Anlagen) durch das Netzsicherheitsmanagement (NSM) der EVIP, das die Netzüberlastung überwacht und je nach Situation und Netzgebiet die zu reduzierenden Einspeiseanlagen (in der Nähe des Engpasses) sowie die zu reduzierende Leistung ermittelt und danach die entsprechenden Steuerbefehle aussendet. In diesem Fall wird das NSM zur Realisierung des Einspeisemanagements nach EEG eingesetzt. 

Darüber hinaus besteht die Notwendigkeit, Einspeiseleistung unabhängig von den Netzengpässen in örtlichen Verteilernetzen auf Grund der Anforderungen des vorgelagerten Übertragungsnetz- betreibers zu reduzieren. Nach §§ 11 bis 14 EnWG tragen die Übertragungsnetzbetreiber und entsprechend die Verteilnetzbetreiber die Verantwortung für die Systemsicherheit. Sie sind berechtigt, alles Notwendige zu unternehmen, um großflächige Versorgungsausfälle und den Zusammenbruch der Stromversorgung zu verhindern. Zunehmend kritisch für die Systemsicherheit sind dabei Situationen extremer Windeinspeisung und Schwachlast, deren Beherrschung ohne die Reduzierung von Einspeisungen in den Verteilernetzen nicht möglich ist. Deshalb setzt EVIP auch für diese Zwecke als technische Basis das NSM der MITNETZ STROM ein.